++++ Infos gesucht ++++

Am 15.November gegen 17.15 Uhr kam es Nähe des Doll's in Sandow zu einem tätlichen Angriff.
Ein junger Migrant (ca. Mitte 20) überquert die Straße vor einem Auto, Der Fahrer fängt zunächst an zu hupen,
steigt dann aus um auf den Migranten los zu gehen.

 

Habt ihr etwas gesehen oder nähere Informationen zum Vorfall, dann meldet euch bitte bei uns !

Cottbus schaut hin !


Rechtsrockkonzert in Cottbus

Am Samstag den 21.10.17 kam es im Merzdorfer Weg 32 in Cottbus, dem inoffiziellen Hauptquartier der Cottbusser Hooligan-Gruppierung „Colectivo Bianco Rosso“zu einem Rechtsrockkonzert anlässlich ihres 15. Jubiläums. Ein Auftritt zweier Mitglieder der Rechtsrockband „Frontalkraft“ lockte über hundert Personen aus dem gesamten Bundesgebiet.

 

Bisher von der Cottbuser Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, organisierte die Ultra-Gruppierung „Collectivo Bianco Rosso“ (CBR) zum 15. Jahrestag ihrer Gründung ein Konzert in ihrem Stammsitz; mit dabei: Gitarrist und Sänger von „Frontalkraft“. Wie aus dem Umfeld von CBR mitgeteilt wurde, kamen etwa 150 „Freunde“ der Ultra-Gruppierung nach Merzdorf – unter anderem aus Stuttgart und Nürnberg.

 

Frontalkraft ist die älteste noch aktive Neonazi-Band und hat auch international einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. So trat die Band auch bei „Rock gegen Überfremdung“ im thüringischen Themar im Juli 2017 auf, dem bis heute größten Rechtsextremenkonzert der Nachkriegsgeschichte. Ihre Texte enthalten unverhülltes nationalsozialistisches Gedankengut wie z.B. in folgenden Zeilen: „Dein Glied der Ahnenkette, weißt Du, wann sie begann? Sei Hitler stets gehorsam, und Du hast recht getan! Sei Hitler stets gehorsam, und Du hast recht getan!“ (Frontalkraft: Goden-Hymne)

 

Seit ihrer Gründung im Jahr 2002 fällt CBR immer wieder mit antisemitischen, rassistischen, neonazistischen und sexistischen Fangesängen, Videos und Stickeraktionen auf. Dass sie nun ihr fünfzehnjähriges Bestehen auf diese Weise unbehelligt und unbemerkt von der Cottbuser Öffentlichkeit feiern konnten, sollte aufhorchen lassen.

 10.11.17

 

 

 

 

 

 

Tätlicher Angriff bei der Veranstaltung der AfD auf dem Oberkirchplatz

Am Abend des 19.09.2017 fand eine Kundgebung mit prominenten AfD Vertretern auf dem Oberkirchplatz in Cottbus statt. Circa 300 Personen versammelten sich, um den Reden von Alexander Gauland, Andreas Kalbitz und Marianne Spring-Räumschüssel Aufmerksamkeit zu schenken. Während dessen kommt es zu einem Angriff, auf eine junge, sich nicht beteiligende Frau, die die Aussagen von Herrn Gauland in Frage stellt.

 

Um die 300 Personen nehmen an der Veranstaltung teil, bei der es zu einem tätlichen Angriff aus der Zuschauermenge der Kundgebung auf eine außenstehende Gruppe von Freunden, die im indischen Restaurant „Shiva“ essen, kommt. Während Herr Alexander Gauland seine Rede hält, tauschen sich die Gäste des Restaurants über die politischen Inhalte der AfD aus, stellen diese in Frage und eine Frau macht sich für Flüchtlinge stark. In einigen Metern Entfernung tritt aus einer Gruppe auf einmal ein junger Mann heraus, der aggressiv auf die Essenden zu läuft. Er nimmt sich einen Stuhl von der Terrasse des Restaurants und bedroht die junge Frau damit. Daraufhin löst sich ein weiterer Mann aus der Gruppe, hält den Täter zurück und zerrt in wieder in die Menge der Zuschauer. Das Opfer sagt in einem Interview mit der Bürgerinitiative „Cottbus schaut hin“: „Dieser aggressive Blick hat mir solche Angst gemacht. Ich habe mich so schutzlos gefühlt, da die Polizei nicht in meiner Nähe war.“ Die angegriffene Frau wendet sich danach an die Polizei, die ihr riet eine Anzeige gegen den Täter zu machen, wofür sie sich dann auch entschied.

 

Die Redner und die Rednerin der AfD berichten von der momentanen Entwicklung Deutschlands, der Flüchtlingskrise, von ungewollter multikultureller Gesellschaft, Frau Merkel, Islamisierung und von der Angst, dass ihnen ihr Land weggenommen wird. Herr Gauland sagte: „Das problematische an dieser Entwicklung ist nicht nur die Sache selbst, sondern wir fangen an uns daran zu gewöhnen. Das ist das, was uns die bezahlten Psychologen im Fernsehen sagen und Herr Schäuble und Frau Merkel auch sagen. Ihr müsst euch daran gewöhnen. Ihr müsst euch an den Terror gewöhnen!“ Mit diesem Satz zeigt die AfD nur einmal mehr, das sie ganz in rechtspopulistischer Manier agitieren, Angst und Hass schüren, Tatsachen verdrehen und sich trotzdem als Sprachrohr des deutschen Volkes verstehen. Doch während der Veranstaltung kommt es zu dem beschriebenen tätlichen Angriff eines Zuschauers gegenüber einer jungen Frau, die sich in einer Unterhaltung mit Freunden am Rande in einem Restaurant für Flüchtlinge stark macht. Das Verhalten solch eines AfD-Sympathisanten wirft eher Fragen eines rassistischen Terrors in Cottbus auf. Rechten Terror gegenüber Geflüchteten und im Cottbuser Stadtbild, welches überall geprägt ist durch rassistische Parolen, Hakenkreuze und Hasstiraden. Rechter Terror den die Initiative „Cottbus schaut hin“ schon seit längerem in ihrer Chronik verzeichnet und darüber berichtet. Nicht etwa zufällig ist es, das sich der Täter aus einer Gruppe junger Männer löst, die die Cottbuser Neonazi-Marke „Black Legion“ tragen. Es zeigt welches Publikum die Alternative für Deutschland anspricht und mit wem sie sympathisieren. Das Publikum der Veranstaltung der AfD in Unterstützung der Bürgerinitiative „Zukunft Heimat“ ist weitestgehend älteres männliches Publikum nebst stadtbekannten Neonazis der Kampfsportszene, rechten Hooligans und pöbelnde und einstimmenden Sympathisanten der Alternative für Deutschland. „Cottbus schaut hin“ ist eine Gruppe von Menschen, welche sich für ein gewaltfreies und tolerantes Cottbus einsetzen.

 

Wir haben es uns als Initiative zur Aufgabe gemacht, fremdenfeindliche und rechts motivierte Gewalttaten in und um Cottbus zu dokumentieren und die politischen Entscheidungsträger zum Handeln zu bewegen. Die Atmosphäre in der Stadt hat sich für einige Personengruppen in ein Klima des Unwohlseins gewandelt. Die Bürger der Stadt müssen für das Thema sensibilisiert werden. 

Quelle: Lausitzer Rundschau Online
Quelle: Lausitzer Rundschau Online